Die do-it-yourself Installation der selbst geplanten Photovoltaik-Anlage

Die Arbeit kann (erstmal nicht) beginnen

Die Planung ist erfolgt, das Montagesystem, die Module und der Wechselrichter ist bestellt. Aber die Arbeiten am Montagesystem können nicht beginnen, denn das Dach der Garage muss renoviert werden. Es bildeten sich einige Blasen in der obersten Schicht der Bitumenbahn. Siehe Bild.



Installation im Verteilerkasten

Die Zeit nutze ich um den SMA Sunny Home Manager in den Verteilerkasten einzubauen und um den 3-phasigen Leitungsschutzautomaten (oben rechts im Bilde) für den AC-Anschluss des Wechselrichters einzubauen. Hinweis, der schwarze Kasten im Bild ist noch ein alter Feraris-Zähler, der von den Stadtwerken (Messstellenbetreiber) durch einen Zweirichtungszähler ausgetauscht werden muss.

SMA Home Manager installiert


Der SMA Sunny Home Manager kann auch schon auf der Plattform Sunny Portal von SMA registriert werden. Ab jetzt habe ich schonmal meinen Verbrauch im Überblick.

SMA Home Manager misst den Verbrauch ohne Wechselrichter 



Installation des Wechselrichters

Der Dachdecker, der die Schäden an der Bitumenbahn flicken soll, läßt sich Zeit. So widme ich mich nun Installation des Wechselrichter, Sunny Tripower 6.0. Dazu muss zunächst ein guter Platz im Keller gesucht werden. Um den Verteilerkasten herum ist leider kein freier Raum; aber in einem anderen Kellerraum findet sich ein guter Platz, der sich quasi in direkter Linie vom Verteilerkasten, dem Einspeise Punkt, und den Solarmodulen befindet. Da abgeraten wird den Wechselrichter vor einer Holzvertäfelung aufzuhängen, habe ich eine Brandschutzplatte dazwischen geschraubt.

Der Wechselrichter ist schnell aufgehängt, die Leitung ist verlegt. Im Bild zu erkennen, rechts, die AC-Leitung besteht aus einem 5-adrigem NYM-J mit 2,5 mm². Diese verläuft nach ca. 5m in den Verteilerkasten zum Netzanschlusspunkt. Die DC-Leitung ist ein Solarkabel mit 6 mm². Im Bild ist zu erkennen, dass zwei DC-Doppelleitungen in den Wechselrichter führen. Ich habe zwei Strings geplant mit jeweils 10 Modulen in Reihe geschaltet.

Den Wechselrichter habe ich via Ethernetkabel über unseren zentralen Switch im Keller und über die FritzBox mit dem Internet verbunden.

SMA Sunny Tripower 6.0

Die DC-Leitung...quer durch den Garten

Der Dachdecker läßt sich immer noch Zeit. Daher nehme ich jetzt den härtesten Teil dieses Projektes in Angriff: Die Verlegung der DC-Leitung durch den Garten. Im Bild unten muss die Leitung von der Garage in das Haus rechts oben im Bild gelegt werden.

Luftbild der Situation

Dazu muss ein Erdkabel vergraben werden. Tatkräftig werde ich von meinem Sohn unterstützt.


Ein stabiles Leerrohr ist Pflicht!
Einziehen der Kabel in das Leerrohr
Man @ Work!

Anschließend muss noch der Hausanschluss gebohrt werden.

Hausanschluss

Auf der anderen Seite des Hausanschlusses habe ich den GAK (Generatoranschlusskasten) installiert, der zwei SPDs (nein, nichts politisches, sondern einen Überspannungsschutz für PV-Leitungen, die sogenannten "Surge Protective Devices") enthält. 



Den Ort des Überspannungsschutzes habe ich bewußt gewählt: Es ist der Eintrittspunkt der DC-Leitung ins Haus. D.h., die neue Leitung ins Haus dürfte dadurch keine Überspannung mitbringen, die ggf. über den Wechselrichter ins AC-Netz übertragen werden könnte. Es handelt sich hierbei um Spannungen am DC-Kabel, die durch ein nahegelegenen Blitzeinschlag durch Induktion am DC-Kabel entstehen könnten. Und zwar von + zu - der DC-Leitung als auch jeweils von +/- zur Erde.

Nun ist alles bereit für die Installation der Module....nur der Dachdecker kommt nicht.

Installation der Module

Endlich, nach unserem Urlaub, können wir die Module installieren. Das System von K2-System ist sehr einfach. Mit einem Akkuschrauber bewaffnet und zwei meiner Kinder machen wir uns an die Arbeit! 

Zwei Abende haben ausgereicht das Montagesystem und die Module zu verschrauben

Das System wird übrigens nur auf das Dach gelegt. Aber dann mit Ballast beschwert. Die Menge an Steinen berechnet die Software von K2-System.

Hier noch ohne Windschutz, man erkennt den Ballast.

Montage des Windschutzes
 






Fertig installiert! Die zwei Strings und das Erdungskabel werden über die Dachkante in eine kleine Verteilerbox geführt

Die Erdung

Dank dem photovoltaik-forum, habe ich die Schutzerdung auch korrekt mit einem Ringkabelschuh an die Unterkonstruktion montiert. Wichtig sei: Liegt Kupfer auf Aluminium auf, dann wird das Kupfer das Aluminium korrodieren lassen. 

Schlecht, Kuper berührt Aluminium
Gut :)














Ein Anschluss reicht aus: laut Hersteller K2-Systems, sind die Windschutzbleche geeignet die Schutzerdung über die Schienen zu leiten.

Die Schutzerdung läuft übrigens vom Dach in die Garage und von dort auf den Fundamenterder der Garage. Der Fundamenterder ist über den PE-Anschluss der Stromleitung zusätzlich über die Potentialausgleichsschiene mit dem Erder des Hauses angeschlossen.

Fertig

Damit ist die Anlage fertig installiert. Jetzt beginnt die finale Phase des Papierkrieges! Die Anlage muss korrekt bei den entsprechenden "Ämtern" angemeldet werden. Und ich benötige einen neuen Zähler, einen Zweirichtungszähler. Davor darf ich die Anlage nicht in Dauerbetrieb stellen. Das warten geht also in die nächste Runde...


Kommentare

  1. Tolles Projekt! Bin gespannt wie es weitergeht und wann die Einspeisung beginnen kann.

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