Auswahl des Montagesystems, der Module und des Wechselrichters



In den letzten beiden Blogs habe ich meine Berechnungen dargestellt, ob sich eine Photovoltaikanlage rechnet. Diese Vorüberlegungen zum Schattenwurf und die Tatsache, dass die große Tanne dem trockenen Frühjahr zum Opfer gefallen ist, verfestigte mich zum Schluss, dass eine Photovoltaikanlage auf den Garagen ökonomisch Sinn ergibt.

Anbei nochmals die theoretische Ertragssituation:

 PV Energie pro Jahr bei Schattenwurf durch Nachbargebäude und nur dem kleinen Baum: 5801 kWh/a

Die bauliche Situation:





Nun erfolgt die Auswahl der Hardware, also des Montagesystems, der Photovoltaik-Module und des Wechselrichters. In Betracht wurden Systeme von den Herstellers von Kostal, SolarEdge, Fronius, Huawei und SMA. Aber auch die Wahl des Systems der Montagesystem war nicht leicht.

Wenn man sich für ein langlebiges Produkt entscheidet, ist mir sehr wichtig gewesen, dass der Hersteller seriös und gesund ist. Man weiß nie, ob man in ein paar Jahren noch Ersatzteile benötigt und vor allem aber sollte die Software ständig weiterentwickelt werden. Deshalb favorisiere ich Qualität des Produktes und auch die Größe der Herstellerfirma.

Aber, am Ende gewinnen die Systeme, die die beste Planungssoftware besitzen. Und das war die Planung mit K2-Base von K2-Systems und die Planungs- und Auslegungssoftware von SMA. Wenn man noch nie zuvor eine Photovoltaikanlage geplant hat, so sind jegliche softwarebasierte Planungshilfen Gold wert.

Die Entscheidung der Module, lege ich in die Hände des online-shops photovoltaik4all.com. Ich entschied mich hier ebenfalls für einen deutschen Hersteller, Axitec. Letztendlich habe ich festgestellt, dass so um die 330Wp/Modul die Preise explodieren und so wähle ich eines der besten aktuellen Angebote in dieser Leistungsklasse.

Der Wechselrichter ist dann schnell gefunden. Die Auslegungssoftware von SMA empfiehlt mir den SMA Sunny Tripower 6.0 oder den SMA Sunny Boy 5.0. Da mich die maximale Leistung mehr beeindruckte und ich ein Fan von Symmetrie bin, entscheide ich mich für den 3-Phasigen Wechselrichter, den SMA Sunny Tripower 6.0.

Der SMA Home Manager, für die weiche 70%-Regel und für die bessere Daten-Auswerterei, wird ebenso in den Einkaufskorb gelegt.

Zu guter letzt erfolgt die Planung des Potentialausgleichs und des Blitzschutzes. Durch die nahegelegenen hohen Gebäude ist die Garage ausreichend durch einen direkten Blitztreffer gesichert. Nahegelegene Treffer könnten jedoch Spannungen in den Strings induzieren, deswegen plane ich noch die Installation einen Überspannungsschutzes und bestelle die Enwitec-Generatoranschlusskasten mit zwei SPDs des Typs 2. 

Damit ist das 6,6 kWp-System geplant:

1x K2-Base für Flachdach S-DOME 10°
1x SMA Sunny Tripower 6.0
1x SMA Sunny Home Manager
20x Axitec WorldPremium 330Wp
Enwitec Generatoranschlusskasten

Das ganze kostet mich ca. 5400 € Netto. (ohne Zählerwechsel, da dieser noch nicht erfolgte).

Die Software von SMA berücksichtigt leider keine Verschattungsverluste. Die Wirtschaftlichkeitsrechnung ist daher zu optimistisch.








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